Automated Artist Promotion

Beschreibung (hier geht´s zu den Artikeln):

Wer entscheidet eigentlich, was gute Musik ist? Wer entscheidet über künstlerische Karrieren, über Kulturgeschichte? Am Ende der Konsument - wir alle. Doch was wissen wir schon? Woher wissen wir, welche Musik gut ist? Aus den Charts, den Medien, aus der Werbung? Von Freunden? Woher wissen sie es, aus den Charts?

Wer beeinflust die Charts? Die Käufe der Konsumenten?

Wer beeinflusst die Käufe? Die Medien? Die Werbung? Wer beeinflusst die Medien, wer schaltet die Werbung?

Woher weiß die Plattenindustrie was gute Musik ist? Woher, wenn der Konsument entscheidet, er aber noch nichts konsumiert? Weil sie gute Künstlerscouts (A&Rs) hat?

Woher weiß der A&R, was gute Musik ist? Intuition? Erfahrung? Weiß er, was die Konsumenten wollen?

Wenn wir wüssten, was der Konsument will - bräuchten wir dann den A&R? Die Plattenindustrie? Und bräuchte der Künstler einen A&R, eine Plattenfirma, die Medien beeinflusst, Werbung schaltet, um den Konsumenten zu sagen, was er will?

Wenn wir alle wüssten, was jeder andere will - wüssten wir dann, was gute Musik ist? Wenn intelligente Software wüsste, was wir konsumieren, würde sie A&Rs ersetzen? Plattenfirmen? Beeinflussbare Medien und Werbung?

Wenn Konsum gleich Kommunikation ist - wie lange wird es dauern bis ein unbekannter Künstler berühmt wird? Eine Woche, einen Tag, einen Augenblick?

Ich finde es heraus. Den Anfang macht meine Bachelorarbeit. Diese (und die dazu nötigen Gedanken) teile ich hier mit Euch.

1 Antwort zu “Automated Artist Promotion”

7 03 2008
Christoph Zill (21:51:23) :

Klar, schlussendlich entscheidet der Konsument. Die große Kunst für Künstler besteht nur darin, ihn zu erreichen.

Wenn es für alle leichter wird, den Konsument zu erreichen, dann bleibt es trotzdem für alle genauso schwierig, überhaupt etwas zu erreichen.
Ein Filter ersetzt den anderen. Anstelle der Markteintrittsbarrieren der Lobby tritt dann das Ausblenden des Endverbrauchers aufgrund von Reizüberflutung .

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